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Dieser Topf wird niemals leer! Wieso meine Neugierde so wichtig für mein Business ist

Ich bin oft müde. Und gereizt. Auch mal ungeduldig oder richtig mies gelaunt. Dann hilft nur noch rausgehen und frische Luft tanken. Oder laufen, so richtig auspowern, bis ich nicht mehr kann. Meist komme ich dann geläutert zurück. Es gibt viele Dinge, die endlich sind bei mir. Selbst meine Kreativität ist nicht immer unbegrenzt da. In diesen Phasen fällt mir das Schreiben dann auch nicht leicht. Aber so ist das nun mal, das Leben verläuft im Wellen. Erfolg, Glück, Freude, Kreativität – es gibt auch Tiefs. Aber von einer Sache habe ich immer genug und das ist Neugierde.

Neugierde ist ein tolles Wort, die Gier nach Neuem. Gier ist ja oftmals negativ konnotiert. Aber für mich ist dieses Verlangen nach neuem Input, nach Sichtweisen, nach Themen, nach Ideen, nach Mustern und noch so viel mehr einfach der Antrieb für fast alles, was ich tue. Warum diese Neugierde einer der wichtigsten Hebel für mein Business ist, darüber möchte ich heute schreiben.

Neugierde auf Menschen und Schreiben

Ich habe es schon mal an anderer Stelle aufgeschrieben, was meine Haltung gegenüber Menschen ausmacht, mein Menschenbild. Warum ich die offene Begegnung mit Menschen so schätze. Jeder Mensch hat seine Eigenarten, seine Ecken und Kanten und ganz speziell wenn es ums Schreiben geht, auch seine Hürden. Die zu entdecken, ist immer interessant für mich.

Die Menschen haben alle ihre ganz eigene Schreib-Biografie und die fängt nicht erst an, wenn sie anfangen zu bloggen oder ihre ersten Schritte auf Social-Media-Plattformen machen.

An eine Schreibblockade völlig unbefangen dranzugehen, ist ein Geschenk. Denn ich lerne mit jeder Geschichte selber dazu. Glaubenssätze, die tief sitzen, weil Lehrer oder Dozenten meinten, Kritik müsse hart sein. Oder Eltern, die unbedacht Sätze sagen, die nie wieder weg gehen.

Manchmal sitze ich nur da, stelle Fragen und versuche, die Blockade zu verstehen. Denn oft ist es ein sehr komplexes Gebilde, das sich über Jahrzehnte gebildet und verstärkt hat. Ich finde das hochinteressant. Und mit dem Grundsatz „alles darf sein“ entspannen sich auch meine Mentees.

Meine Neugierde hilft mir dabei, nicht vorschnell zu handeln oder zu urteilen. Mit meiner eigenen Schreibblockade habe ich auch schon interessante Gespräche geführt.

Neugierde auf Themen

Ich weiß noch, als ich mich selbstständig gemacht habe und mein erster Kunde mich in verschiedenen Projekten eingesetzt hat. Eigentlich sollte ich „nur“ seine neue Website betexten, Themen auf den Blog bringen. Aber dann sollte ich auf einmal Websites mit WordPress bauen, Artikel in Markup schreiben, Bilder bearbeiten und mit Kunden Ideen für neue Kampagnen entwickeln. Uff.

Mein Vorteil: Meine Neugierde. Ich wollte so gern verstehen, wie das alles geht, warum bestimmte Dinge wichtig sind, welche Schritte wann gemacht werden müssen. Ich habe mir also nicht nur beigebracht, wie Content Marketing funktioniert, sondern auch noch eine ganze Menge mehr.

Und das nur, weil mein Auftraggeber wusste, dass ich das kann. Er war sich sicher, dass ich all diese Aufgaben würde meistern können. Also glaubte ich es auch. Und auch, wenn nicht alles beim ersten Mal funktioniert hat, bin ich unendlich froh, dass ich das alles lernen durfte.

Und auch in anderen Bereichen ist das so. Läuft mir ein interessantes Thema über den Weg, dann lese ich, teste ich, probiere aus, bis ich zufrieden bin oder auf eine Grenze stoße. Dann muss ich mir jemanden suchen, der es mir so lange erklärt, bis ich es verstanden habe. Da kann ich hartnäckig sein, das kann mein Lieblings-Webmaster Jan nur bestätigen 🙂

Aber letztlich ist es doch wunderbar, wenn dich etwas so sehr interessiert, dass du es einfach lernen musst. Wissen musst. Verstehen musst. Das ist gute Energie!

Neugierde als Motor für Begegnungen

Vor ein paar Tagen hatte Ingo Bulgrin auf LinkedIn den Aufruf #ichBraucheKaffee gestartet. Der Hintergrund: Er möchte sich mit Menschen auf Augenhöhe austauschen, sie kennenlernen, mehr über sie erfahren. Einfach Begegnungen zelebrieren. Keine Agenda, kein Pitch, kein Gesprächsleitfaden, nur Austausch, Freiraum zum Kennenlernen.

Ich liebe diese Idee! Denn es gibt so viele interessante Menschen da draußen, die einfach nur so im Gespräch deinen Horizont erweitern können! Einfach hinhören, Spaß an der Begegnung haben – Gedanken und Ideen kreieren und austauschen. Ist das nicht wundervoll?

Ich finde schon. Daher habe ich jetzt meinen eigenen Aufruf gestartet. Zwar (noch) ohne Hashtag, aber das kann ja noch kommen.

Wenn du also ein Kaffee-Date mit mir haben willst, dann kommentiere gern hier unter dem Beitrag und ich schicke dir dann Terminvorschläge. Oder schreib mir eine E-Mail, dann sind wir sofort im „Gespräch“. Ich freue mich, wenn dabei neue (oder alte) spannende Begegnungen entstehen. Bin ja neugierig 😉

Neugierde: Meine Super-Power

Ich habe mehrere Superkräfte. Ich kann zum Beispiel immer schlafen. Jederzeit und überall. Im liegen, sitzen, stehen – ganz egal. Und die andere Super-Power ist meine Neugierde. Ohne die hätte ich vielleicht schon aufgegeben. Oder mich nicht weiterentwickelt. Oder wäre sehr beschränkt geblieben in Bezug auf meine Themen oder Angebote.

Ich glaube, dass diese Superkraft auch einen Großteil meines Charmes ausmacht. Denn ehrliches Interesse und echte Freude über anderer Leute Ideen, Ergebnisse und Erfolge – das ist halt ansteckend. Und ich bin glücklich, dass mit diese Eigenschaft nie ausgeht.

2 Kommentare
  1. Carmen sagte:

    Liebe Anna.
    Ganz genau so, sehe ich dich.
    Du zeigst ehrliches Interesse und kannst dich mitfreuen. Das macht dein Enthusiasmus aus.
    Ich bin zu bei dir.
    Was wäre das Leben ohne Neugierde? Unvorstellbar.

    Antworten
    • Anna Koschinski sagte:

      Liebe Carmen,
      und genau deswegen bleibt das auch so. Ich möchte lieber so gesehen werden und diese Wirkung haben, als dass ich mit einem cleveren System reich werde und kaum noch mit „meinen Leuten“ zu tun habe. Ich liebe den Austausch mit meiner Community! Und wenn ich solches Feedback bekomme, dann erst recht 🙂

      Danke.

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