Partner unterstützt Selbstständigkeit nicht, Tipps wenn dein Partner dein Blogprojekt nicht unterstützt Blogartikel

Dein Partner unterstützt deine Selbstständigkeit nicht? 3 Tipps, wie du damit umgehen kannst

Du möchtest deinen eigenen Blog starten und damit langfristig erfolgreich werden? Oder du legst gerade einen Grundstein für deine Selbstständigkeit und machst plötzlich Dinge, die du nie von dir erwartet hättest? Dann brauchst du alle Unterstützung, die du bekommen kannst. Gerade von den Menschen, mit denen du deinen Alltag teilst. Was aber, wenn sie deine Ideen nicht unterstützen?

Es kommt oft vor, dass der Partner oder die Partnerin ein neues Blogprojekt nicht versteht. Dass er oder sie sagt: „Das kann doch nichts werden, damit kann man doch kein Geld verdienen!“ Damit du in einer solchen Situation nicht den Mut verlierst, sind hier 3 Tipps, mit denen du deine Partnerschaft, aber auch dein Projekt im Blick behältst.

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Carolyn Litzbarski. Als Beziehungscoach unterstützt sie Menschen dabei, gesunde und zufriedenstelle Beziehungen zu führen. Dabei legt sie vor allem Wert auf Kommunikation und wie diese eingesetzt werden kann.

Du, dein Blog und dein Partner

Vielleicht startest du gerade ein neues Projekt, beschäftigst dich mit dem Aufbau eines Blogs oder Vertriebskanälen wie Social Media. Du hast eine Vision, baust ein Business auf, möchtest etwas erschaffen. Dein eigenes Ding machen.

Erst einmal: wie großartig und mutig bist du gerade!

Doch bei all der Aufregung, all den Höhen und Tiefen, die ein neues Projekt wie ein Blog oder gar die Selbstständigkeit mit sich bringen, gibt es manchmal ein paar Schatten. Denn eigentlich bräuchtest du genau in dieser Phase einen Cheerleader, eine Person, auf die du dich verlassen kannst. Eine Person, die dir Mut zuspricht, dir Anerkennung schenkt und dich unterstützt. Und wer wäre dafür besser geeignet als dein Partner oder deine Partnerin?

Und wie sieht die Realität aus?

Dein Partner glaubt nicht an das, wofür du so viel Zeit, Energie und Nerven investierst. Er betrachtet es als Hobby. Vielleicht belächelt er deine Idee oder Initiative sogar. Oder er lehnt es sogar komplett ab. Mit Worten oder ohne.

Wie kannst du nun damit umgehen, wenn der Partner oder die Partnerin das Projekt Blog und/oder deine Selbstständigkeit nicht so unterstützt, wie du es dir wünschst oder wenn er oder sie es sogar ablehnt?

Metaebene: Worum geht es eigentlich, wenn dein Partner dein Projekt nicht unterstützt?

Du hast etwas für dich entdeckt, das dir unglaublich viel Energie gibt (und auch nimmt). Es fühlt sich vielleicht so an, als wärst du aus einem langen Schlaf aufgewacht! Und dann ist da dein eigenes Projekt: Dein Blog. Deine Selbstständigkeit.

Rückmeldungen, die du als kritisch oder negativ erlebst, können dir so richtig den Wind aus den Segeln nehmen. Was dabei so schmerzt ist, dass es nicht nur einfache Kritik ist. Nein, vielmehr ist es eine Ablehnung von etwas, mit dem du dich identifizierst. Für das du auch mal über deine Grenzen gehst. Und Ablehnung wird umso schmerzhafter, je wichtiger uns das, was sie betrifft, ist.

Noch größer wird der Ablehnungsschmerz, wenn die Ablehnung von einer uns nahestehenden Person kommt.

3 Tipps für dich, wenn dein Partner dein Projekt nicht unterstützt oder ablehnt

Eins ist klar: Deine Energie soll hoch bleiben. Und mit dieser Energie kannst du sowohl dein Projekt verfolgen, als auch eine erfüllende Partnerschaft führen. Du bist der Situation aber nicht ausgeliefert. Du kannst etwas tun, wenn dein Partner deine Selbstständigkeit oder dein Projekt aktuell nicht unterstützt. Meine Tipps kannst du einzeln verwenden oder sie miteinander kombinieren.

Nummer 3 ist mein Lieblingstipp. Dieser Kommunikations-Hack verspricht dir eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit, dass deine Wünsche erfüllt werden!

Tipp 1: Schau nicht auf den Bogenschützen, schau auf die Wunde.

Vielleicht kennst du folgende Situation: Gerade bist du dabei, über deine neuen Ideen und mutigen Projekt-Vorhaben zu sprechen. Und dann passiert es: Dein Partner sagt etwas oder lässt sogar ohne viel Worte durchklingen: „Das kann doch nichts werden.“ Oder: „Bist du sicher, dass das so funktionieren kann?“

Das schmerzt. Es lässt deine gute Laune und deine Zuversicht platzen wie einen Luftballon.

Was kannst du tun?

Ein neues Projekt wie ein Blog oder die Selbstständigkeit bedeutet so gut wie immer, dass wir unseren eigenen Zweifeln ausgesetzt sind. Wie Wolken werfen sie mal einen größeren Schatten über uns – oder sind auch mal wie Schäfchenwolken kaum wahrzunehmen.

Wenn dich eine Rückmeldung deines Partners stark trifft, dann frage dich: Wie groß ist deine eigene Zweifelwolke aktuell? Und kann es sein, dass die Rückmeldung von ihm oder ihr gerade so schmerzt, weil die Wolke gerade sowieso unangenehm groß ist? Und wenn du denkst, dein Partner hat diese Wolke durch seine Aussage gerade hervorgeholt – dann frage dich: Kann das wirklich sein? Oder war die Wolke sowieso die ganze Zeit da? Und nur hinter dir links im Augenwinkel verschwunden.

Was kannst du in dieser Situation konkret tun? Du kannst deine Zweifelwolke selbst kleiner und kleiner machen. Stell dir mal vor, dein Partner sagt etwas und dann taucht die Zweifelwolke in Miniaturformat auf – was für Unterschiede würdest du dann wohl wahrnehmen?

Stell dich gedanklich hinter dein Projekt! Formuliere klare, smarte Ziele und die Maßnahmen, die du brauchst, um dein Ziel zu erreichen. Denke dich in deine Vision und dein Warum! Gehe in eine eigene Einwandbehebung: Was könnten Einwände sein, die gegen dein Projekt sprechen? Und was kannst du tun, um diese Einwände zu beheben? Wenn du selbst an deiner Unsicherheit arbeitest, wird die Wolke kleiner mit der Zeit – versprochen!

Tipp 2: Gehe in einen Deepdive und ergründe die Ablehnung oder Kritik deines Partners

In der Begegnung und der Kommunikation mit anderen Menschen ist es oft so, dass wir verletzt werden. Gerade in der Partnerschaft können Verletzungen sehr tief reichen. Erstaunlicherweise werden genau diese Verletzungen unbewusst verursacht.

Wie kann das aber sein?

Stell dir das so vor, dass jede Person einen inneren Leibwächter oder eine innere Leibwächterin hat. Und der oder die schaltet sich in bestimmten Situationen ein. Warum tut er das? Weil der innere Leibwächter Bedürfnisse oder Werte verteidigen möchte.

Worum könnte es deinem Partner gehen? Was könnten Bedürfnisse sein, die seinen inneren Leibwächter hervorschießen lassen und die dazu führen, dass du dich in deinem Projekt Blog oder Selbstständigkeit abgelehnt fühlst?

Was so verletzend ankommt, sind oftmals Gründe wie:

  • Dein Partner hat Sorge, dass du auf deinem Weg enttäuscht wirst oder dich zu so sehr verausgabst.
  • Deine Partnerin vermisst die gemeinsame Zeit auf der Couch und bei Netflix oder fühlt sich einsam.
  • Dein Partner ist eifersüchtig, weil du so viele neue, erfolgreiche Menschen triffst.
  • Deine Partnerin ist überfordert, weil du mehr Alltagsaufgaben delegierst.

Was passiert, wenn du das Bedürfnis dahinter erkennst?

Wenn du versuchst zu verstehen, was der wirkliche Grund hinter dem Verhalten deines Partners oder deiner Partnerin ist, dann verbesserst du dadurch deine Kommunikation. Und dadurch kannst du leichter Grenzen setzen, aber auch gemeinsame Lösungen finden.

Tipp 3: Kommunikations-Hack: Mache es konkret und nutze die VW-Regel

Alle Mindset-Tipps sind gut und hilfreich. Sie entfalten aber ihre maximale Wirkung vor allem in Kombination mit der gelingenden Kommunikation.

Du sehnst dich nach Unterstützung und möglicherweise auch nach Anerkennung und Wertschätzung. Denn du kniest dich gerade so richtig in dein Projekt rein und erweiterst deine Grenzen Tag für Tag. Wie kannst du das von deinem Partner kriegen, wonach du dich sehnst?

Hier kommt die VW-Regel ins Spiel. Und mit der machst du es ganz konkret!

Stell dir die Frage:

Woran würdest du denn merken, dass du von deinem Partner Unterstützung/Anerkennung/etc. kriegst? Welche konkreten Dinge würde er anders machen? Wie würde das konkret aussehen?

Beispiel:

Ich sehne mich nach Unterstützung und Anerkennung.

Woran würde ich bemerken, dass er mich unterstützt? Woran würde ich merken, dass er anerkennt, was ich leiste?

Ich würde es daran merken, dass er mich anschaut, wenn ich ihm beim Abendessen von meinen Tages-Erfolgen erzähle.

Ich würde es daran merken, dass er mich genau so nach meinem Arbeitstag fragt, wie ich ihn. Auch wenn er den ganzen Tag fort war und ich zu Hause gearbeitet habe.

Ich würde es daran merken, dass er dreimal die Woche das Kochen übernimmt, anstatt nur einmal, da ich nun mehr arbeite.

Und so weiter!

Wenn du deine eigenen Bedürfnisse und Wünsche runterbrichst und auf diese Art kommunizierst, dann wird es

1. viel einfacher, deine Wünsche zu verhandeln und

 2. viel einfacher für deinen Partner, diese auch zu erfüllen!

Beziehung und Business: Beides ist Arbeit

Jede Situation und jedes Paar sind individuell. Nutze diese 3 Tipps als Inspiration und probiere sie gerne in Variationen aus. Das klappt nicht von heute auf morgen. Aber es kann nur besser werden, wenn du etwas tust. Und denke daran: In einer Partnerschaft bringen stetige Impulse die Veränderung. Sei also – wie bei deinem Blog oder bei deinem Projekt – geduldig, aber bleib auf jeden Fall dran!

Hat dich dein Partner oder deine Partnerin unterstützt, als du deinen Blog aufgebaut hast? Wie hat er/sie reagiert, als du dieses neue Projekt gestartet hast? Schreib es gern hier in die Kommentare!

 

Über die Autorin

Kommunikation kann schwierige Situationen in der Beziehung verbessern, erklärt Gastautorin Carolyn Litzbarski Carolyn Litzbarski unterstützt als Beziehungscoach Menschen dabei, gesunde und zufriedenstelle Beziehungen zu führen. Dabei legt sie vor allem Wert auf Kommunikation und wie diese eingesetzt werden kann. Für tiefe Verbindung und gegen Missverständnisse.

 

 

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