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Deinen Blog nachhaltig aufbauen – das ist wie Sauerteig!

„Einen Blog aufbauen – das ist ein langfristiges Projekt!“ Wenn es einen Satz gibt, den ich im Gespräch über mein Thema IMMER WIEDER sage, dann ist es dieser. Es ist selten, dass ein Blog von heute auf morgen super viele Leser hat – und dann auch noch die richtigen. Denn Bloggen ist zwar Handwerk, du kannst es also lernen. Aber insbesondere musst du es tun, um besser zu werden. Die Beziehung zwischen dir, deinem Thema und deinen Lesern muss wachsen, ja reifen, wenn du deinen Blog nachhaltig aufbauen willst.

Dieser Artikel entsteht mal wieder im Rahmen einer Blogparade, an deren Entstehung ich beteiligt bin. In meinem Netzwerk und diesmal speziell in meinem Gruppenprogramm, sprechen wir immer mal wieder über Vernetzung und die Möglichkeiten, die zum Beispiel Blogparaden bieten. Hier entstand die Idee initiiert von der Lebensschatzkisten-Autorin und Bäckermeister-Ehefrau Margaretha Schedler. Sie hatte uns in einem Call beschrieben, wie ein richtiger Sauerteig hergestellt wird. Aber eben nicht so ein verkürztes Verfahren, sondern eines, bei dem der Teig über 42 Stunden gehegt und gepflegt wird, bis er dann zu einem fantastischen Brot gebacken werden kann. Das geht nicht von jetzt auf gleich, sondern braucht Zeit und Zuwendung und Liebe. Wie ein Blog eben. Das Leben ist wie Sauerteig; einen Blog nachhaltig aufbauen ebenso. Hier geht es zu Margarethas Blogparade – bis zum 22. Juli kannst du auch noch teilnehmen!

Brot backen: Die Vorstellungen und die Hürden

Selber Brot backen? Viel zu anstrengend! Ich will doch meinem Bäcker nicht den Job wegnehmen! Und überhaupt: Wozu soll ich mir den Stress denn geben? Es gibt doch tolles Brot beim Bäcker…

Ja, das stimmt natürlich alles. Ist ja auch einfacher, mal eben schnell beim Bäcker reinzuspringen und sich dort ein fertiges Brot zu kaufen. Aber: So richtig gut ist das meistens leider gar nicht. Traditionell gebackenes Brot muss man echt suchen, denn wie überall in der Wirtschaft: Zeit ist Geld und Qualität steckt da gern mal zurück. Da sind Zutaten in deinem Brot, die da nicht reingehören. Und das bloß, weil eben keine Zeit mehr da ist, damit der Teig sich entwickeln kann.

Bedeutet: Wenn du richtig gutes Brot willst, musst du erst einmal einen Bäcker suchen, der das noch herstellt. Dann wird es vermutlich auch teurer sein, denn wenn jemand Zeit und Liebe in den Herstellungsprozess steckt, dann kostet das eben. Die Alternative: Selber backen.

Schnell, einfach und billig?

Ich backe mein Brot seit November 2018 selbst und seit Februar 2019 habe ich gar kein Brot mehr vom Bäcker gekauft. Aber: Ich backe mit Hefe, weil mir das Sauerteig-Prozedere zu aufwendig erscheint. Mein Brot ist innerhalb von Minuten zusammengerührt und backt sich dann von alleine. Das ist für mich wunderbar in den Alltag integrierbar und ich freue mich über die Vorteile meines selbst gebackenen Brotes:

  • Ich bestimme über die Art und die Zutaten. Mein Brot ist ein Dinkel-Vollkornbrot mit wechselnden Körnern. Ich verwende Bio-Zutaten, weil ich finde, dass sich diese Investitionen lohnen.
  • Tatsächlich: Mein Brot ist günstiger, als wenn ich es beim Bäcker kaufe. Klar, die Arbeitszeit und die Energiekosten des Backofens sind nicht mit eingerechnet, aber so ein Bio-Vollkornbrot wie oben auf dem Bild (etwa 1 kg) kostet mich an Zutaten ungefähr 1,60 Euro. Dafür nehme ich die Zeit gern in Kauf.
  • Ich weiß genau, was drin ist: Seit über zweieinhalb Jahren lebe ich nahezu zuckerfrei und wenn man das ernsthaft betreibt, dann muss man viele Dinge eben selber machen. In meinem Brot ist definitiv kein Zucker zugesetzt, in meinen Brötchen ebensowenig. Übrigens auch keine Ersatzstoffe wie Xylit oder Erythrit. Braucht kein Brot – ehrlich.
  • Keine Verpackung: Weder Papier- noch Plastiktüten: Mein Brot liegt nicht nur im Selbermachen-, sondern auch im unverpackt-Trend.
  • Ich bestimme, wann ich frisches Brot habe und wann nicht. Mir ist es egal, ob der Bäcker nun offen ist oder nicht.
  • Die Küche duftet jedesmal wunderbar nach frischem Brot – viel besser als jedes gekaufte.

Es gibt also nur Vorteile. Aber dieser Sauerteig spukt mir immer noch im Kopf herum. Denn ich weiß, dass ein solches Brot noch einmal besser schmecken würde und auch bekömmlicher wäre. Das ist wie wenn du deinen Blog nachhaltig aufbauen willst….

Blog nachhaltig aufbauen: Die Hürden

Auch beim Bloggen gibt es diese Hürden und Grenzen im Kopf. Wir schauen auf die Blogs anderer Leute und denken uns „Wow, das will ich auch, das ist ja irre, was der oder die mit dem Blog schon erreicht hat!“

Aber dann… Puh, das ist ganz schön viel Arbeit. Oh je, da muss ich neue Dinge lernen und neue Tools und ich muss mich mit der Technik auseinandersetzen. Nee nee, da bleibe ich doch lieber bei FB und poste ab und zu was in die Timeline – da ist ja auch die Reichweite viel höher, als wenn ich meine eigenen Artikel verlinken würde. Denn FB mag ja keine Links, die von der eigenen Seite wegführen. Ja, das ist wohl besser. Ist ja auch Content.

Oder aber man erfährt von irgendwelchen höher-schneller-weiter-Coaches. Die empfehlen ja eh, dass man gar keinen Content erstellen soll. Alles nur Zeitverschwendung. Maximal eine clevere Ads-Strategie und dann die eigenen Dienstleistungen und Produkte hochpreisig verkaufen. Geht ja auch viel schneller als so nen Blog aufzubauen.

Das stimmt. Es geht schneller. Es ist aber auch hochgradig unsicher und eben nicht nachhaltig. Indem du deinen Content bei FB raushaust, machst du dich abhängig von dieser Plattform (genau das gleiche gilt auch für die anderen Social-Media-Plattformen).

Vorteile eines eigenen Blogs gegenüber schnell-schnell-Content auf Social-Media:

  • Du bestimmst über den Aufbau und Inhalte: Formatierung, Aussehen, Bilder, Layout – all diese Dinge bestimmst du selbst. Nicht FB, nicht Insta, niemand. Du wählst, wie du deine Themen präsentierst und es gibt auch keine plötzlichen Änderungen, die dich zwingen, deine Inhalte anzupassen.
  • Ein Blog ist erstmal keine große Investition. Du hast schon eine Website? Dann ist die Erweiterung meist kein großes Problem. Und selbst wenn du noch keine Seite hast: Diese Investition lohnt sich und ist erst einmal gar nicht teuer.
  • Du weißt genau, was drin ist: Du bestimmst darüber, ob da Werbung auf deinem Blog ist oder nicht. Und du entscheidest über die Länge deiner Beiträge und letztlich auch darüber, wer sie findet – durch eine clevere Content Distribution.
  • Dein Content ist langfristig auffindbar. Auf den Social-Media-Plattformen ist dein Content sehr flüchtig, denn nur die wenigsten Leute scrollen sich durch Seiten durch. Wenn also deine Beiträge nicht zufällig im Newsfeed landen, hast du verloren. Auf deinem Blog ist dein Content immer zu finden, über die Suchmaschinen sowieso.
  • Du bist unabhängig, denn dein Content liegt bei dir. Auch wenn Herr Zuckerberg morgen beschließt, dass organische Reichweite nicht mehr nötig ist, werden deine Leser dich und deinen Content weiterhin finden.
  • Du wächst automatisch, denn du willst deinen Blog nachhaltig aufbauen. Jeder Artikel bringt deine Website nach vorn und das ist viel wertvoller als eine interaktionsmüde Followerschaft auf Social Media.

Du siehst: Es gibt Gründe, eine langfristige Strategie zu fahren und eben nicht auf schnell-schnell zu setzen. Einen Blog nachhaltig aufbauen ist eben wie Sauerteig:

1. Deinen Blog nachhaltig aufbauen: Das braucht Zeit

So wie ein Sauerteig seine 5 Phasen durchlaufen und immer wieder gepflegt und gefüttert werden muss, so wächst auch dein Blog langsam mit dir. Du musst dranbleiben und dich immer wieder mit deinen Inhalten und dem ganzen Blog beschäftigen. Es geht nicht von heute auf morgen.

Es wird eine Anfangsphase geben, in der du dich schwertust. In dieser Phase gibt es nur wenig Leser und daher auch nur wenig Rückmeldungen. Du wirst vielleicht zweifeln, ob du alles richtig machst, wirst unsicher sein, ob sich dieses Projekt wirklich lohnt. In dieser Phase sterben viele Blogs, denn die Blogger geben auf. Sie sehen nicht mehr das köstliche Sauerteigbrot, sondern nur noch die Arbeit und die Mühe. Mach es anders, bleib dran. Es ist die bessere Wahl, denn du wirst den Blog langfristig aufbauen und damit erfolgreich werden.

Es wird Phasen geben, in denen du wächst und dich weiterentwickelst und es wird auch Phasen geben, in denen Stagnation eintritt. Dann musst du wieder neue Motivation finden, dir das große Ganze wieder ins Gedächtnis rufen. Manchmal wirst du deinen Blog nicht mögen, ihn anstrengend finden. Und manchmal wirst du kaum aufhören, zu schreiben. Es braucht Zeit und es kann nicht immer nur toll sein. Halt durch und denk an eine nachhaltige Strategie.

2. Nachhaltiger Blogaufbau: Du lebst mit deinem Blog

So ein Sauerteig zieht bei dir ein. Er braucht eine warme Umgebung, er braucht die tägliche Pflege und die Zugabe von genau den richtigen Zutaten. Der Sauerteig ist wie ein Mitbewohner, um den du dich kümmern musst.

So ist es auch mit deinem Blog. Du musst deinen Blog pflegen und entwickeln. Nicht nur neue Inhalte erstellen und diese verbreiten, sondern auch Updates machen, Kommentare beantworten, Recherche betreiben, immer mal wieder reinschauen und prüfen, ob alles läuft. Ob sich dieser Blog weiterentwickelt. Du kannst ihn auch mal über Tage und Wochen vernachlässigen, aber ihr seid dennoch verbunden. Wenn du deinen Blog nachhaltig aufbauen willst, dann musst du dich dafür entscheiden, diesen langfristigen Weg auch zu gehen.

3. Dein gewachsener Blog: Du wirst unglaublich stolz sein am Ende

Jedesmal, wenn ich ein fertiges Brot aus dem Ofen hole, freue ich mich daran. An seinem Aussehen, wie schön es hochgegangen ist, an seinem Duft. An dem, was ich geschaffen habe. Das ist beim Bloggen auch so. Mein Blog darf wachsen und ich erfreue mich an jedem neuen Artikel.

Und wie beim Brot auch, darf ich die Ergebnisse erst einmal genießen, bevor ich mich daran mache, ein neues Brot zu backen. Ich darf die Erzeugnisse kosten, sie mit anderen teilen, Lob bekommen. Es geht um die Freude am eigenen Schaffen. Am Selbermachen. Das ist vielleicht gerade trendy, aber eigentlich ein Mechanismus, der uralt ist. Selbst gekochtes Essen schmeckt besser als gekauftes. Selbstgebaute Möbel sind uns lieber als gekaufte. Und selbst gemachter Kuchen? Na, du wirst es wissen: Es ist nicht das gleiche, wenn wir Dinge selbst tun, selbst erschaffen.

Dein Blog wächst mit dir. Er wird eine Chronik für viele Versuche, die ins Leere laufen. Aber er wird ein Zeugnis von Erfolg. Das passiert, wenn wir dranbleiben und den Blog nachhaltig aufbauen. Denn dadurch lernen wir. Werden besser. Und das Ergebnis wird uns stolz machen.

Einen Blog nachhaltig aufbauen – das ist wie Sauerteig! Findet sicher auch die Initiatorin der Blogparade, durch die dieser Artikel entstanden ist. Du kannst an Margarethas Blogparade noch bis zum 22 Juli 2020 teilnehmen.

Denn ich bin mir ganz sicher: Auch dein leben ist wie Sauerteig. Nachhaltig und eben nicht schnell-schnell. Oder?

 

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6 Kommentare
  1. Annette Mertens sagte:

    Liebe Anna, jetzt hast Du mich aber richtig erwischt! Der Blogartikel ist toll! Gerade an einem Tag, wo ich wieder mal an allem zweifele. Vor allem über meinen Blog, der mir wahnsinnig Spaß macht, aber irgendwie noch nicht so schnell wächst, wie ich es mir gedacht habe. Nachhaltig und Sauerteig- das halte ich jetzt mal im Hinterkopf für solche Momente! Danke für den Text, und ich glaube, ich habe auch eine Idee für einen Artikel zur Blogparade….
    Liebe Grüße
    Annette

    Antworten
    • Anna Koschinski sagte:

      Oh, das würde mich so sehr freuen! Ich habe Margaretha ja überredet, aus ihrer tollen Netzwerk-Idee eine Blogparade zu machen. Sie hatte Sorge, da mache keiner mit… Ist ja ihre erste Blogparade. Und ich dachte nur: WHAT?! Na klar machen da Leute mit! Alle, die um die Ecke denken 😀

      Schön, dass dir der Beitrag gefällt und dass er dich vielleicht auch im Bloggen bestärkt. Es ist ein langfristiges Projekt. Und die Welt braucht gute Blogs! Daher: Gut, sich immer mal wieder dran zu erinnern, dass wir am Ende gewinnen.

      Liebe Grüße
      Anna

  2. Diana Selig sagte:

    Toller Artikel, Anna, danke. Schon lustig, zwischen was man alles Vergleiche ziehen kann. Und es passt wirklich. Ich liebe auch selbst gebackenes Brot und wir kaufen auch alles Bio und mit möglichst wenig Zucker und versuchen so nachhaltig wie möglich zu leben. Wär schon toll, wenn ich das alles auch mit meinem Thema: „Sprachen lernen“ in Verbindung bringen kann. Muss ich mal drüber nachdenken.

    Antworten
    • Anna Koschinski sagte:

      Danke für dein Feedback, liebe Diana! Genau das ist ja das Tolle an Blogparaden – wir knüpfen Verbindungen zwischen Themen, auf die wir sonst nie gekommen wären. Ich mag es daher total, an diesen Aktionen mitzumachen. Vor allem natürlich, wenn die Ausrichterin einer meiner Schützlinge ist 😉

      Wenn du mitmachen willst, hast du ja noch ein paar Tage Zeit 🙂

  3. Margaretha sagte:

    Wie wunderbar Du die Zusammenhänge zwischen einem guten Sauerteig, aus dem ein einzigartiges Brot wird und dem Aufbau eines erfolgreichen Blogs beschreibst, liebe Anna.
    Vielen Dank, dass Du bei meiner Blogparade teilnimmst. Ich freue mich riesig.
    Gut Ding will Weile haben. Dieser Spruch gilt auch 2020.
    Liebe Grüße
    Margaretha

    Antworten
    • Anna Koschinski sagte:

      So gern, liebe Margaretha!

      Ich wusste doch, dass ein wunderbares Thema für eine Blogparade ist – es sind ja jetzt schon Artikel da 🙂

      Liebe Grüße
      Anna

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