Frau sitzt gestresst und überfordert am Laptop. Symbolbild für verzetteln beim Bloggen

Komm auf den Punkt! Nie wieder verzetteln beim Bloggen

Du möchtest regelmäßig bloggen, aber brauchst immer ewig für deine Texte? Oft hast du das Gefühl, dass du das Thema einfach nicht auf den Punkt bringst? Das endet dann gern darin, dass du in einer Endlos-Schleife aus Schreiben und Editieren hängst und dass du immer unsicherer wirst, ob dein Text überhaupt gut ist? Keine Sorge, so geht es sehr, sehr vielen Blogger:innen. Hier ist meine erprobte Vorgehensweise, wie du dein Thema auf den Punkt bringst und auch wirklich mit den Texten fertig wirst.

 

1. Klarheit über das Thema

Wenn du nicht weißt, wohin du willst mit deinem Text, dann wird es schwierig, fertig zu werden. Ohne ein Ziel kannst du halt nicht wissen, wann du angekommen bist. Was du also brauchst: Eine Zielgruppe, ein klares Thema und einen Mehrwert. Das gilt für alle Texte.

  • Wer soll das lesen?
  • Worum geht es?
  • Warum sollte er oder sie das lesen?

Das sind die Fragen, die du klären solltest, damit du fokussiert schreiben kannst. Alles andere ist nicht wirklich fokussiert bloggen, sondern Brainstorming oder aber assoziatives Schreiben. Assoziatives Schreiben ist etwas Wunderbares, aber auch hier wird es eventuell schwierig, ein Ende zu finden. Denn du weißt eben nicht, wo du landen willst.

Was du also brauchst, ist ein klares Kommunikationsziel. Das ist dein Ausgangspunkt. Und das kannst du dir vor dem Schreiben schon notieren. Damit du etwas „Handfestes“ vor dir hast, an dem du dich orientieren kannst.

Schreibe vor dem Schreiben einen Satz: „Mein Leser bekommt in diesem Text (Ideen/Tipps/eine Anleitung)…“ oder „Meine Leserin erfährt in diesem Text, wie sie…“ oder „Mein Leser wird durch den Text (berührt/unterhalten/angeleitet)…“

2. Fokus und Klarheit über bzw. durch das Format

Was dir zusätzliche Sicherheit gibt, ist Klarheit über das Format. Willst du eine Mini-Story schreiben? Eine Kurzanleitung? Einen List-Post?

Auch hier gewinnst du, wenn du dir schon vorher überlegst, wo dein Fokus liegen soll. Ein List-Post mit drei Punkten hat eine ganz klare Struktur, während ein offener Artikel, den du einfach irgendwo anfängst, kein vorher festgelegtes Ende hat.

Und wenn du schnell Text produzieren möchtest, ist ein eingegrenztes Thema besser. Als Beispiel: „Drei kurze Tipps, wie du dein Schreiben sofort verbesserst“ ist sehr viel schneller geschrieben als „So schreibst du Blogartikel“. Denn: Bei dem ersten Thema musst du dich fokussieren. Du nimmst die drei besten Tipps und fertig. Der zweite Vorschlag ist offen – man könnte Romane darüber schreiben, denn das Thema ist riesig und nicht klar fokussiert.

Indem du dich begrenzt – zum Beispiel durch das Format oder die Text-Länge – wirst du automatisch fokussierter Schreiben.

3. Lös dich von dem Gedanken, du hättest nicht alles gesagt

Wenn dir beim Schreiben oft Gedanken in die Quere kommen wie „ah, das muss ich unbedingt auch noch unterbringen“ oder „da fehlt doch aber noch ein wichtiger Aspekt“, dann üb dich darin, deinem eigenen, festgelegten Mehrwert zu vertrauen. Du hast ja schon bestimmt, welchen Mehrwert du in den Text gibst – mehr brauchst du nicht.

Wenn dir also das nächste Mal beim Schreiben wieder Gedanken durch den Kopf rasen und dich ablenken, dann schreib sie auf und mach später einen anderen Artikel daraus. Du musst nicht alles sin einen Artikel klatschen, was du weißt – das darf sich entwickeln.

Sei konsequent. Auch kurze, verdichtete Artikel haben ihre Berechtigung und ihre Leser. Wenn sie denn einen Mehrwert haben; und den hast du ja vorab bestimmt.

4. Editiere den Text nicht kaputt

Wenn du geübt im Schreiben bist: Editiere deinen Text EINMAL, wenn du fertig geschrieben hast. Wenn dir Ungereimtheiten oder logische Fehler auffallen, korrigiere sie. Wenn dir aber nur wieder neue Gedanken und Zusatzinfos durch den Kopf schwirren, notiere sie für spätere Texte. Bläh deinen Text nicht mit neuem Inhalt auf, wenn du ihn eigentlich schon abgeschlossen hast.

Also: Lies EINMAL und korrigiere. Danach: Veröffentliche den Text. Wenn dir zu einem späteren Zeitpunkt noch Flüchtigkeitsfehler auffallen: Die kannst du immer noch ändern. Aber kleine Tippfehler beeinflussen das Textverständnis nicht. Perfektionismus macht dich auf Dauer nicht zu einem glücklichen Blogger.

Wenn du ein Thema mit Rechtschreibung hast, dann lass den Text gegenlesen. Das 4-Augen-Prinzip ist dann die richtige Wahl.

5. Mach dir klar, dass Übung den Meister macht

Du wirst kein guter Blogger oder keine gute Texterin, indem du Anleitungen liest, wie man perfekte Artikel schreibt. Oder indem du Online-Kurse besuchst, in denen es darum geht, grandios gute Texte zu schreiben.

Wenn du richtig gut werden willst, dann musst du schreiben. Üben, üben, üben. Sag ich Junior auch immer wieder. Du lernst etwas Neues? Das klappt nicht beim ersten Mal super gut – du musst es immer und immer wieder machen.

Nicht jeder Text wird viral gehen, nicht jeder Artikel gleich viel gelikt und geteilt werden. Aber mit jedem Text wirst du besser. Hier sind 7 Dinge, die passieren, wenn du regelmäßig schreibst.

Mach lieber etwas Kleines, als dass das Große nie fertig wird

Bloggen ist so vielfältig wie wir es sind. Jeder Schreiber ist anders, jede Leserin auch. Blogs dürfen ihre eigenen Regeln haben. Du selbst bestimmst, worüber du schreiben möchtest. Es gibt ihn einfach nicht, den perfekten Blogartikel für alle.

Daher mach lieber viele kleine Schritte, werd besser, stärke deinen Schreib-Muskel und deine Kreativität.

Gerade dann, wenn du dich gern in deinen Themen Verhedderst und Probleme hast, auf den Punkt zu kommen, solltest du nicht versuchen, die ultimative Anleitung zu schreiben. Schreib lieber fokussiert über Teilbereiche eines Themas. Im Zweifel kannst du die später immer noch zu DER EINEN Anleitung zusammenfügen 😉

   
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