• Link zu LinkedIn
  • Link zu Pinterest
Anna Koschinski
  • Startseite
  • Blog
    • Fremdgebloggt: Seitensprünge
    • besser schreiben
    • Blog aufbauen
    • Blogplanung und Organisation
    • Mindset für Blogger
    • Produktivität
    • Technik, Tools und Ressourcen
  • Über mich
  • Zusammenarbeit
    • Für Selber-Schreiber
      • Blog-Strategie-Gespräch
      • Text-Feedback
      • 1:1 Coaching
    • Für Schreiben-Lasser
      • Webtexte schreiben lassen
      • Blogartikel optimieren lassen
      • Blogartikel schreiben lassen
  • Workshops & Kurse
    • Mini-Kurse
    • Workshops/Trainings buchen
  • Kostenlos
    • Blognacht
    • 50 Storytelling-Schreibimpulse
    • Newsletter Sprache & Kommunikation
  • Kontakt
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü
Kunden-Kommunikation, Umgang mit Kundenwünschen, Ehrlichkeit in der Beziehung zum Kunden

Warum ich meine Kunden nicht anlüge

15. September 2020/4 Kommentare/in Mindset für Blogger/von Anna Koschinski

Wie jetzt? Sollte das nicht selbstverständlich sein? Könnte sein, dass du dich gerade fragst, ob ich noch alle Latten am Zaun habe. Aber das hier ist tatsächlich ein Thema, das mir extrem wichtig ist in meiner Arbeit und in meiner Kunden-Kommunikation. Der Hintergrund: Es gibt viele Dienstleister, die ihren Kunden etwas verkaufen, das die aber gar nicht brauchen. Sie nehmen Geld für eine Dienstleistung, obwohl sie genau wissen, dass der Kunde etwas anderes viel dringender benötigt. Ich bin da für Klarheit in der Kommunikation mit Kunden, denn das ist für beide Seiten besser und leichter.

Beispiel 1: Anna, wir brauchen einen neuen Text auf der Website

Eine Frau aus meinem Netzwerk ruft mich an. Sie meint, sie bräuchte jemanden, der ihre Texte für Suchmaschinen optimiert. Ich kenne die Seite, sie ist leer. Schöne Bilder, ein bisschen Bilder-SEO, winzig kurze Texte. Kein Wunder, dass niemand diese Seite findet.

Social Media Profile? Spärlich bespielt, wenige Follower, kein regelmäßiges Engagement. Ein Blog? Ja, aber mit zwei Artikeln kaum der Rede wert. Egal, wer die dreieinhalb Texte auf den Angebots-Seiten optimiert, diese Seite braucht etwas mehr als SEO-Zauberei.

Das sage ich auch so. Ich erkläre ihr, dass ich zwar ihre Texte optimieren kann, dass sie aber dadurch ihre Ziele nicht erreichen wird. Sage ihr, dass ihre Texte gut sind und dass sie einfach eine gute Content-Strategie braucht, nicht aber einen optimierten Text.

Ich hätte dieser Kundin auch einfach ein Angebot schreiben können für eine Textoptimierung. Nur finde ich das falsch. Für sie und auch für mich. Klar sind optimierte Webtexte super und auch wichtig für einen langfristigen Erfolg. Aber wenn man einen einzigen guten Text auf seiner Seite hat, reicht das einfach nicht aus.

Es gibt jetzt Dienstleister, die meinen, der Kunde ist König und was der Kunde sagt, wird gemacht. Aber solche – in meinen Augen falschen – Aufträge machen mich unglücklich. Da verdiene ich Geld mit einer Leistung, die niemand braucht. Weil der Kunde keine Ahnung hat. Auch hier ist mir eine klare Kunden-Kommunikation wichtig, denn alles andere grenzt für mich an Betrug.

Manchmal folgen die Kunden meiner Argumentation und lassen sich auf eine Strategie und ein anderes Angebot ein. Manchmal aber auch nicht. Dann müssen sie sich aber eine andere Texterin suchen, weil ich das einfach nicht machen will. Ich weiß ja, dass jetzt gerade etwas ganz anderes dran wäre. Und ich lüge meine Kunden nicht an.

Beispiel 2: Wir finden uns in den Texten nicht wieder

Der Kunde ruft mich an. Er habe meine Textentwürfe für die Website gesehen und er fände sie großartig. Aber: Er selbst und sein Geschäftspartner fänden sich in den Texten nicht wieder. Das höre ich immer mal wieder, denn viele meiner Kunden haben noch nicht verstanden, dass sie selbst nicht zu ihrer Zielgruppe gehören. Die Texte sind nicht für die Geschäftsführer und Angestellten, sondern für ihre Kunden geschrieben. Sie selbst müssen sich nicht angesprochen fühlen.

Und das führt regelmäßig zu Problemen. Wenn ich Websites konzipiere und Webtexte schreibe, dann mache ich immer einen Workshop zum Briefing dazu. In diesem Workshop geht es darum, wer die Zielgruppe wirklich ist, welche Sprache die zukünftigen Kunden sprechen und in welcher Situation sie die Texte konsumieren. Wir erarbeiten Kunden-Bedürfnisse und leiten Verkaufs-Argumente ab. Bevor ich also anfange, habe ich ein klares Bild der Zielgruppe. Und der Auftraggeber gehört in den wenigsten Fällen dazu.

Was da in den Köpfen der Auftraggeber passiert, ist eine kleine Identitätskrise. Natürlich repräsentiert unsere Website das, was wir tun. Sie repräsentiert unser Business und unsere Botschaft, unser Marken-Ich, unsere Geschichte. Aber wir schreiben die Texte nicht für uns selbst, sondern für die Zielgruppe.

Jetzt könnte ich wieder sagen: „Okay lieber Kunde, ich schreibe die Texte so wie du das haben willst.“ Das Problem an der Sache: Wenn ich das tue, werden sich die potenziellen Kunden vermutlich nicht so gut angesprochen fühlen. Denn – das weißt du – wenn wir alle ansprechen, erreichen wir niemanden. Ich erkläre den Kunden also mein Dilemma und hoffe darauf, dass sie ein Einsehen haben. Denn Texte verkaufen, die nicht funktionieren, das finde ich falsch. Ich setze lieber auf klare Kunden-Kommunikation.

 

Beispiel 3: Mini-Website für 3k – natürlich selbst programmiert

Ich habe jetzt bereits eine Handvoll Webprojekte von Kunden betreut, die von ihren früheren Dienstleistern über den Tisch gezogen wurden. Da verkaufen irgendwelche Webdesigner winzig kleine Websites, die man mit wenigen Klicks zusammenbasteln kann, für 3000 Euro. Und auf der Rechnung steht nicht einmal, was die denn wohl gemacht haben, das so teuer ist.

Ich mag das gar nicht. Wenn mich jemand fragt, ob ich etwas bauen kann, dann baue ich nur das, was der Kunde wirklich braucht. Ich schlage keine teuren Zusatz-Features drauf oder Kosten für einen Webspace, von dem nur ein Bruchteil des Speicherplatzes gebraucht wird.

Denn bloß weil meine Kunden sich nicht so gut auskennen mit dem, was sie da kaufen, heißt das doch nicht, dass ich sie übers Ohr hauen kann! Mir ist es lieber, ich verdiene einen mittelgroßen Betrag und zwar durch meine gute Arbeit, als dass ich überhöhte Beträge abrechne. Denn: Die zahlen das, wenn man ihnen Angst macht. Ihnen einredet, sie müssten das bezahlen, weil sonst die Seite nicht sicher ist oder weil die Seite dann nicht funktioniert oder oder oder. Ich möchte meinen Kunden keine Angst machen.

Ein Projekt, das ich gerettet habe: Die Webdesignerin wollte für ein Update der Website 2.500 Euro abrechnen. Für ein Update!!!! Und die Kundinnen hatten keine Vorstellung davon, was sie da eigentlich kaufen sollten. Die Seite, um die es ging, war winzig klein, aber mega kompliziert gebaut – vermutlich, damit die Kundinnen wirklich nicht ohne diese Webdesignerin klarkommen könnten. Niemals.

Ich finde das fürchterlich und daher baue ich Seiten auch nur so, wie die Kunden sie wirklich brauchen. Bei mir gibt es auch keine überteuerten Abos, wenn ich für meine Kunden Updates an ihren Websites vornehme. Ich rechne nur die Zeit ab, die ich wirklich verbrauche.

Ja, ich verkaufe eine Dienstleistung, die manchmal nicht leicht zu durchschauen ist. Was genau ich tue und warum, ist für viele meiner Kunden nicht klar. Da wäre es leicht, Geld zu verdienen mit obskuren Rechnungen, auf denen nicht einmal aufgeführt ist, was eigentlich getan wurde. Aber ich möchte morgens in den Spiegel schauen. Ich lüge meine Kunden nicht an, ziehe niemanden über den Tisch. Für mich ist eine klare Kunden-Kommunikation enorm wichtig.

 

Mir ist Klarheit in der Kunden-Kommunikation wichtig

Egal ob im Coaching oder im Dienstleistungs-Sektor: Mir ist es wichtig, meinen Kunden wirklich zu helfen. Daher sage ich ihnen ganz klar, was ich in ihrer jeweiligen Situation empfehlen würde und warum ich manche Anfragen für unsinnig halte. Es geht mir um Klarheit, um Ehrlichkeit und um Direktheit. Denn ich möchte, dass meine Kunden wirklich von der Arbeit mit mir profitieren – zu einem angemessenen Preis.

Und nur so machen Aufträge dann auch Spaß. Falsche Erwartungen und eine schlechte Kunden-Kommunikation wirken sich immer auf die Projekte aus. Daher plädiere ich immer für eine klare Haltung und auch dafür, im Zweifel Aufträge abzulehnen.

Kennst du auch Situationen, in denen die Erwartungen der Kunden total an den Zielen vorbeigehen? Was machst du dann?

 

Schlagworte: Ehrlichkeit, Haltung, Kommunikation, Kundenkommunikation, Projekt, Werte, Ziele, Zielgruppe
Eintrag teilen
  • Teilen auf Facebook
  • Teilen auf X
  • Teilen auf WhatsApp
  • Teilen auf Pinterest
  • Teilen auf LinkedIn
  • Per E-Mail teilen
https://annakoschinski.de/wp-content/uploads/2020/10/Kunden-Kommunikation-Ehrlichkeit.jpg 683 1024 Anna Koschinski https://annakoschinski.de/wp-content/uploads/2019/02/Anna-Koschinski-Logo-Claim-kl.png Anna Koschinski2020-09-15 09:35:192022-07-01 17:27:20Warum ich meine Kunden nicht anlüge
Das könnte Dich auch interessieren
Projekte planen mit Fokus Warum ich nicht weiter als 12 Wochen plane
8 Jahre lernen… #ReflectAndLearn KW 42
Ein Sachbuch schreiben (Teil 1): Der Start
Junge Frau sitzt mit Laptop am Tisch und denkt über etwas nach, Symbolbild für interessante Gedanken, Lieblingsworte Dieses Wort hat eine besondere Bedeutung für mich
Selbstdarstellung im Web: Was Bloggen mit Identität zu tun hat Bloggen: Selbstdarstellung im Web
Ein Sachbuch schreiben (Teil 2): Zweifel
4 Kommentare
  1. Dagmar Recklies sagte:
    15. Oktober 2020 um 18:39

    Liebe Anna,
    ich stimme Dir in allen Punkten zu.
    Ich mache meinen Kunden nichts vor und ich verspreche ihnen nichts, was sie nicht brauchen oder was ich nicht halten kann. Das tue ich einmal, weil das einfach mein Anspruch an mich selbst ist. Aber auch aus „Selbstschutz“. Ich will schließlich Ergebnisse liefern. Wenn ich da mit falschen Versprechungen gearbeitet habe, muss ich es ja selbst ausbaden.

    Antworten
    • Anna Koschinski sagte:
      15. Oktober 2020 um 21:53

      Ja, absolut! Wenn ich ne Website betexte und der Kunde hat klare Marketingziele, die aber mit diesen Texten nicht erreicht werden können… Dann muss ich ihm das mitteilen. Ich habe natürlich schon mal Texte abgeliefert, wie der Kunde sie wollte, obwohl ich nicht dahinterstand. Aber das hatte ich dem Kunden dann auch so gesagt. Ist dann nicht mehr meine Verantwortung 😉

  2. Rosa sagte:
    15. Oktober 2020 um 12:59

    Lieben Dank für Deine ehrlichen Worte & Einblicke!
    Ich kenne Ähnliches aus meinem Bereich (Life Coaching): Der Kunde sieht oft nur das, was sich im Außen zeigt, also sozusagen die oberste Schicht. Und dort zu kratzen bringt letztendlich ja nicht die Lösung …
    Schön, dass Du das so offen handhabst!

    Antworten
    • Anna Koschinski sagte:
      15. Oktober 2020 um 21:46

      Ja, im Coaching begegnet mir das auch oft. Da will jemand besser schreiben, aber eigentlich müssen wir erstmal daran arbeiten, dass derjenige die Angst vor dem Internet und der Öffentlichkeit verliert… Das können die Kunden nicht sehen, aber wenn sie sich nicht leiten lassen (wollen), dann bin ich der falsche Coach… Danke für deinen bestätigenden Kommentar

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Search Search

Hi, ich bin Anna – Webtexterin, Bloggerin und Schreib-Coach

Anna Koschinski | Blog Coach und Texterin | Entspannt & zielgerichtet bloggen

Du brauchst Unterstützung bei deinen Webtexten und Blogartikeln? Ich schreibe deine Website-Texte und helfe dir mit deinem Content Marketing!

Du möchtest dein eigenes Schreiben verbessern? Ich bin deine Sparringspartnerin und Anlaufstelle für alle deine Fragen! Hier geht es zum Text-Coaching

Über diesen Blog

Hier findest du Blogartikel zu den Themen:
besser schreiben
Blog aufbauen
Blogplanung & Organisation
Mindset für Blogger
Produktivität
Technik, Tools & Ressourcen

Der Blog enthält immer wieder Querbezüge zu meinem Background, ohne den ich heute nicht da wäre, wo ich bin. Er ist nicht perfekt, wird aber immer besser. Ganz getreu dem Motto:

‚Fang einfach an, denn perfekt wird es nie sein!‘

Bleib mit mir in Verbindung und lass dich inspirieren!

„Laut gedacht“ ist mein Newsletter zu den Themen Sprache, Kommunikation und Verbindung. Wenn du dich fragst, wie entspannt und zielgerichtet bloggen funktioniert, wie du eine starke Community aufbaust oder wie du mit deinen Texten die richtigen Menschen erreichst, dann ist dieser Newsletter für dich!

Die Angabe deines Vornamens ist freiwillig, sie dient der persönlichen Ansprache im Newsletter. Mit der Eintragung akzeptierst du die Datenschutzerklärung. Natürlich kannst du dich jederzeit wieder abmelden.




Deine Eintragung konnte nicht gespeichert werden. Versuch es noch mal.



Super, du bist jetzt eingetragen!





Das kommt aus Bielefeld, Anna Koschinski bei DKAB

Ich bin eine echte Bielefelderin und ich liebe mein #Liebefeld!

Hier findest du mein Profil auf DKAB und

hier ist mein Podcast-Interview übers Bloggen!

Neueste Beiträge

  • Blog wiederbeleben? So geht’s! #MachNeu
  • Kommunikation im Web? Darf sich gut anfühlen!
  • Schreiben: Das Spiel, das man nicht gewinnen kann
  • Füllwörter und Dopplungen: Wofür sie gut sind
  • Schreiben über das Schreiben [Blogparade]
  • 100 Dinge, die mein Jahr 2023 ausmachten
  • Mein schönstes Geschenk

Neueste Kommentare

  • Ron Vollandt zu Blog wiederbeleben? So geht’s! #MachNeu
  • Estika zu Kommunikation im Web? Darf sich gut anfühlen!
  • Mach neu! Zusammenfassung der Blogparde im Frühjahr 2026 - Kaffeekochen war gestern zu Blog wiederbeleben? So geht’s! #MachNeu
  • Was ich im April gelernt habe - Kaffeekochen war gestern zu Du musst einen Mehrwert in deinen Artikeln bieten: Was bedeutet das eigentlich?
  • Anna Koschinski zu Blog wiederbeleben? So geht’s! #MachNeu
  • Margaretha Schedler zu Blog wiederbeleben? So geht’s! #MachNeu
  • Ron Vollandt zu Schreiben: Das Spiel, das man nicht gewinnen kann

Du brauchst immer ewig, um deine Blogartikel zu schreiben?

Blogartikel schreiben in unter einer Stunde, Online-Workshop, schneller schreiben, schneller bloggen

Entspannt & zielgerichtet bloggen – Das kannst du auch!

Bloggen muss nicht anstrengend sein oder ein großer Berg an Arbeit. Bloggen darf leicht sein und Spaß machen. Wie du deinen Zugang zum entspannten Bloggen findest? Lass uns einfach sprechen und schauen, was für dich die passende Lösung ist: 

Buch einen Kennenlern-Termin mit mir

Komm in Verbindung: Kontakt | Newsletter

Du hast Fragen oder suchst nach dem einfachsten Weg, mit mir zu arbeiten? Schreib mir einfach eine Mail und wir sind im Gespräch!

ak @ koschinski-kommunikation.com

Vielleicht möchtest du mich erst noch weiter kennenlernen?

Abonniere hier meinen Newsletter

© 2015 - 2026 Anna Koschinski
  • Link zu LinkedIn
  • Link zu Pinterest
  • Startseite
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz
Link to: Produktivität steigern und Projekte vorantreiben: So bloggst du verbindlich Link to: Produktivität steigern und Projekte vorantreiben: So bloggst du verbindlich Produktivität steigern und Projekte vorantreiben: So bloggst du verbindlic...Produktivität steigern, produktiv bloggen, regelmäßig schreiben, Verbindlichkeit beim Bloggen Link to: Schreiben im Waschsalon: Die besten Orte zum Schreiben Link to: Schreiben im Waschsalon: Die besten Orte zum Schreiben Bloggen im Waschsalon, SB Waschsalon Bielefeld, Orte zum SchreibenSchreiben im Waschsalon: Die besten Orte zum Schreiben
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen