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Schreiben im Waschsalon: Die besten Orte zum Schreiben

Wie du weißt, macht es einen großen Unterschied, wo wir unsere Blogartikel schreiben. Denn schreiben ist ein kreativer Prozess und daher kann es schwierig werden, wenn wir uns dabei nicht wohlfühlen. Was aber gute Orte zum Schreiben sind, das beurteilen wir ganz unterschiedlich. Ich teste verschiedene Orte und stelle sie euch hier auf dem Blog vor. Heute: Schreiben im Waschsalon.

 

Die Location: Nicht so romantisch wie im Film

Aus amerikanischen Filmen und Serien habe ich von SB Waschsalons so ein verträumtes Bild vor Augen. Da passieren ja immer die spannendsten Dinge – Streit um die Waschmaschine, tolle Begegnungen mit schönen Menschen, man findet die große Liebe, …

Ich möchte hier niemanden desillusionieren, aber ich habe die große Liebe nicht gefunden. Im Gegenteil: Ich war die ganze Zeit dort, während die Maschine lief, aber ich habe nicht eine einzige Begegnung gehabt. Liegt vielleicht an der Zeit, denn ich war vormittags dort. Es könnte ja sein, dass die interessanten Begegnungen nachmittags oder abends passieren. Teste ich dann beim nächsten Mal.

Also es ist nicht romantisch im Waschsalon, aber das macht mir nichts aus. Ist vielleicht sogar besser, denn so habe ich keine Ablenkung beim Schreiben. Nachdem ich meine Bettdecke in die große Maschine gestopft habe, schreibe ich. Hier ist genug Platz und ich habe den Waschsalon für mich: Auf den ersten Blick also ein guter Ort zum Schreiben.

Geräuschkulisse: Nur teilweise entspannend

Es ist recht laut hier im Waschsalon. Nicht, weil die Maschinen so laut sind, sondern weil hier zwei Hauptverkehrsstraßen aufeinandertreffen. Klar, der Waschsalon liegt so, dass man noch eben nach der Arbeit oder so hier vorbeifahren kann. Mir macht das aber nichts aus, denn ich hab Musik auf dem Ohr. Und als die Maschine schleudert hat das tatsächlich was Beruhigendes.

Ich hätte gern ein paar Gespräche mitgehört, das finde ich ja immer sehr angenehm, wenn ich im Café schreibe. Aber wie schon erwähnt, habe ich dafür vermutlich die falsche Zeit gewählt.

Ausstattung: Internet musst du natürlich selbst mitbringen

Der Waschsalon hat kein W-Lan, das wäre ja auch echt verwunderlich (vielleicht ne Marktlücke, um mehr junge Menschen dazu zu bringen, im Waschsalon zu schreiben, zu arbeiten oder zu lernen). Ich habe meinen mobilen Hotspot dabei, daher ist mir ziemlich egal, wo ich bin. So kann ich überall schreiben. Klar, ich könnte auch am Smartphone schreiben, aber das geht auf meine Kreativität. Ich brauche eine anständige Tastatur und einen Bildschirm, der über das Smartphone-Format hinausgeht. Sonst kann ich nicht schreiben.

Aber ist ja alles machbar. Die Ausstattung ist also mager, aber das war ja vorher klar. Und wenn man vorbereitet ist, ist W-Lan auch kein Ausschluss-Kriterium für Orte zum Schreiben.

Schreiben im Waschsalon: Ganz neues Schreib-Erlebnis

Tatsächlich ist Schreiben im Waschsalon nicht ganz so romantisch, wie ich gedacht hatte. Und es ist erstaunlich schnell vorbei! Denn die Maschinen im Waschsalon brauchen nicht 3 Stunden wie mein ECO-Waschmaschinen-Programm zuhause, sondern nur 20 Minuten oder so. Dadurch komme ich nicht so ganz durch mit meinem Artikel, aber wenigstens beinahe.

Denn wie du ja weißt, braucht ein kurzer Blogartikel keine stundenlange Recherche und Vorbereitung. So ein Artikel ist das hier. Hier gibt es noch mehr passende Formate zum Bloggen, wenn du nur wenig Zeit hast.

Am Ende habe ich eine frische Bettdecke, einen fast fertigen Artikel, ein paar coole Bilder und ein Erlebnis, das ich in dieser Form noch nie hatte. Ich teste gern weiter gute Orte zum Schreiben für dich, denn mir macht es großen Spaß, die Vielfältigkeit von Bloggen und Schreiben immer wieder neu zu entdecken. An welchen ungewöhnlichen Orten hast du schon geschrieben?

 

 

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4 Kommentare
  1. Claudia Kauscheder sagte:

    Was für eine Idee, Anna! Ich selbst war noch nie in einem Waschsalon, habe aber in späteren Schulzeigen gerne im Kaffeehaus gelernt, weil ich dort alles rundherum ausblenden musste – dadurch war mehr Konzentration war da.

    Eine Frage abseits vom Schreiben habe ich noch: Du schreibst, du hast einen mobilen Hotspot bei dir … da ich demnächst in Deutschland unterwegs sein werde und so etwas brauchen werde: welches Gerät? Welchen Internetanbieter hast du? Gibt‘s auch Datenkarten nur für ein Monat z.B.?

    Danke und weiter gutes Ausprobieren!

    Claudia

    Antworten
    • Anna Koschinski sagte:

      Hallo liebe Claudia,
      schön, dass du gleich Situationen im Kopf hast von anderen Schreiborten. Schreiben im Café habe ich ja auch schon für meine Leser getestet (https://annakoschinski.de/schreiben-im-cafe). Das mache ich immer wieder gern – nur jetzt seit Corona nicht mehr so häufig. Man muss da einfach sein System finden und ab und zu mal aus seiner gewohnten Umgebung ausbrechen, weil das echt gut für die Kreativität ist.

      Zu dem Hotspot: Ich nutze einfach den von meinem Smartphone – vielleicht weißt du ja, dass ich immer für einfache Lösungen bin. Mein Handy macht mir dann Internet, wenn ich es brauche und mein Datentarif lässt da auch genug Raum (ich streame ja keine Filme, sondern werkele am Blog und in SoMe). Also, wie genau das für dich aussehen kann, wenn du nur für einen bestimmten Zeitraum was brauchst, da müsste ich selbst recherchieren… Aber ich denke, dass alle großen Anbieter da eine Lösung haben müssten.

      Erst einmal liebe Grüße
      Anna

  2. Margaretha sagte:

    Liebe Anna,
    Du bist immer für eine Überraschung gut und hast mir mit diesem Artikel einen ganz besonderen Schubser gegeben. Ich kenne seit kurzem eine Bank in besonders ruhiger parkähnlicher Umgebung. Dort werde ich schreiben.
    Liebe Grüße
    Margaretha

    Antworten
    • Anna Koschinski sagte:

      Das finde ich eine sehr gute Idee! Ich habe im Sommer auch gern im Park gearbeitet – das ist für mich immer sehr produktiv gewesen… Viel Spaß und Erfolg dabei. Anna

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