Siegerpose: Ein junges Mädchen im Superheldinnenkostüm mit Boxhandschuhen reckt seine Hände in die Höhe. Leser erreichen, besser texten, Texte schreiben, Kunden überzeugen, Leser überzeugen

Dafür lohnt es sich zu kämpfen: Wenn deine Texte die richtigen Menschen erreichen

„Anna, ich wusste ja sofort, als ich deine Website gesehen hab: Da hab ich jetzt was gefunden und muss nicht mehr weitersuchen.“ Meine Kundin strahlt mich an. Wir haben gerade eine Sitzung Website-Aufbau und Blogplanung hinter uns und sie macht einen sehr zufriedenen Eindruck. Zwei Stunden vorher hatte ich bereits ein Text-Coaching gehabt und ähnliche wohltuende Worte gehört. Wenn die richtigen Menschen zu dir finden, dann ist Arbeit nicht mehr anstrengend. Dann ist es das tollste Gefühl der Welt, dabei zu sein, wenn tolle Projekte entstehen und Menschen erkennen, dass mehr in ihnen steckt, als sie vielleicht glaubten.

Das war allerdings nicht immer so. Als ich mich Ende 2014 selbstständig gemacht habe, habe ich für Kunden gearbeitet, die den Wert meiner Arbeit nicht erkannt haben. Die mit mir diskutieren wollten, obwohl sie mich ja dafür eingekauft hatten, dass ich die Content-Erstellung in die Hand nehme.

Aber es war ganz logisch: Diese Kunden hatten mich nicht ausgewählt, weil sie mich sympathisch und kompetent fanden, sondern weil sie irgendwie eine Verbindung zu mir hatten, die erstmal gar nichts mit meinem Business zu tun hatte.

Brotjobs statt Traumbusiness

Manche Kunden kannten mich von einer Fortbildung, also aus einem ganz anderen Kontext. Sie hatten davon gehört, dass ich mich selbstständig gemacht hatte und dachten sich, sie kämen nun günstig an Texte. Weil wegen Anfängerin und Freundschaftspreisen und so.

Andere kannten mich aus dem Studium oder aus meiner Zeit beim Radio – sie wussten zwar, wie ich arbeite, aber es war kein klassisches Kunden-Dienstleister-Verhältnis. Immer schwang so ein Hauch mit von „naja, wir kennen uns ja, das ist ja auch freundschaftlich hier.“ Das ist zwar nett, aber in den Stunden, die ich an den „freundschaftlichen Projekten“ gearbeitet habe, konnte ich trotzdem nichts anderes tun. Klar, dass ich die bezahlt haben wollte, oder?

Es war jedenfalls schwierig. Oft war es wirklich doof. Und ich habe mich manchmal gefragt, ob sich das alles lohnt. Oder ob ich mir nicht lieber einen Job suchen sollte, in dem ich mir dann zwar meine Kunden nicht aussuchen könnte, aber immerhin wüsste ich vorher, worauf ich mich einlasse. Und: Ich hätte nicht die Idee der den Traum, dass es auch anders sein könnte.

Ich arbeitete also an diesen schwierigen Projekten. Ganz klar: ich machte das, weil es Geld brachte. Und oft musste ich schlucken, kämpfen, mich mühen, ärgern.

Aber ich träumte weiter davon, dass es auch besser werden könnte. Dass ich mit Menschen arbeiten könnte, die genau zu mir passen. Das hatte ich so gehört – für die bloggte ich ja auch. Wunschkundinnen, Wunschleser, die ganze Palette.

Wenns endlich aufgeht. Ein Match!

Warum bin ich drangeblieben? Warum habe ich weitergemacht, obwohl ich mir manchmal nicht sicher war, ob ich auf dem richtigen Weg bin? Und warum habe ich nicht aufgegeben, wenn es der vermutlich härtere Weg war?

Weil es sich lohnt. Weil ich mir das, was ich jetzt erlebe, immer vorgestellt habe. Ich habe es nicht immer geglaubt, dass es geht. Bei manchen Erzählungen von Coaches und ihren Lieblingskunden habe ich nur müde gelächelt und gedacht: haha, nette Geschichte. Aber ich hatte die Idee, dass das doch gehen muss! Irgendwie.

Also habe ich weitergemacht. Habe geschrieben, Videos gemacht, Erklärtexte geschrieben, Aktionen in meiner FB-Gruppe gemacht, getestet, gemacht, getan. Und dann kamen irgendwann die ersten Feedbacks, die mir sagten: Du machst das Richtige, Anna!

Dass es jetzt so viele sind, die meinen Input und meine fördernde Art gut finden, das ist das Ergebnis aus meiner Hartnäckigkeit und Sturheit, meinem Dranbleiben. Denn immer weitermachen und schauen, was passiert, Rückschläge verkraften und neue Ideen entwickeln – das kostet Kraft und manchmal auch Überwindung. Es ist ein Kampf, den ich schon oft aufgeben wollte.

Aber letztlich hat es bei mir nur länger gedauert als bei anderen. Weil ich weniger Zeit in mein Business und meinen Content gesteckt habe (und dafür andere wichtige Dinge gemacht habe). Trotzdem helfen mir alle geschriebenen Artikel, alle Postings auf Social Media, alle Videos und Newsletter und Gastauftritte bis heute dabei, die richtigen Menschen zu erreichen.

Und dafür lohnt es sich zu kämpfen

Meine Kunden finden mich heute über meine Website, meinen Blog und meine Social-Media-Kanäle. Sie schreiben mir, weil sie bereits wissen, dass ich die richtige Begleitung für ihren Weg bin. Ich muss weder diskutieren, noch lange erklären – das alles machen meine Texte. Mit meinen Texten erreiche ich heute die richtigen Kunden, Leserinnen. „Wunschkundinnen“, wie man heute so oft hört.

Wenn ich heute am Ende der Coaching-Sitzung frage: „Wie geht es dir jetzt?“, dann kann ich die guten Gefühle schon in den Gesichtern sehen. Wenn ich Dankes-Mails von Kundinnen bekomme, die einen Online-Kurs gebucht haben und mich vorher kaum kannten, dann weiß ich: Hier stimmt alles!

Meine Kundin, die mit mir ihre ersten Schritte in Richtung eigener Blog geht, sagte vor zwei Tagen:

„Und es ist so toll, dass ich mein Projekt im eigenen Tempo entwickeln darf, so wie es zu mir passt. Danke für deine Geduld und deine Anleitungen. Ich verstehe immer, was du meinst. Und wenn ich mal Fragezeichen im Gesicht hab, nimmst du dir die Zeit, es mir noch einmal anders zu erklären. Ich fühle mich so gut aufgehoben.“


Viele meiner Kundinnen sagen: „Anna, ohne dich würde es meinen Blog heute nicht geben.“ Das ist das Wunderbarste, das sie zu mir sagen können. Denn das ist doch die Mission, mit der ich mal gestartet bin:

Ich möchte mehr tolle Geschichten in die Welt bringen.


Und das tue ich, indem ich die Autor:innen bestärke, ihren Weg zu machen. Dafür habe ich schon oft die Zähne zusammengebissen und tue es heute noch. Denn nein, es ist nicht alles leicht. Aber wir können es uns so leicht wie möglich machen. Immer.

4 Kommentare
  1. Andrea Kuschan sagte:

    Ach ja, wie freue ich mich immer, etwas aus deinem Leben und aus deiner Selbständigkeit zu erfahren. Ich mag es, wie du darüber schreibst. Und dass du so ehrlich bist und uns (Bloganfanfängern) nicht das Blaue vom Himmel versprichst. Dir glaube ich deinen Erfolg. Und ich kann deine Anstrengung und deinen Kampf fast mitfühlen.

    Schön, dass du dabei geblieben bist.

    Liebe Grüße
    Andrea

    Antworten
    • Anna Koschinski sagte:

      Liebe Andrea,
      ja das mit dem Erfolg ist so eine Sache. Wie man das für sich definiert, wie man es misst, welche Ziele man hat. Mein Ziel war und ist immer noch Austausch mit Menschen. Über das Schreiben, über ihre Themen, über Kommunikation über Themen. Und das habe ich erreicht. Klar, es könnte immer mehr sein. Aber ich habe so viele positive Stimmen zu meinem Projekt, so viele Anfragen, die mir zeigen, dass es passt.

      Und ja, das möchte ich gern auch anderen ermöglichen. Und das geht nur, wenn sie dranbleiben. Immer weiter, einen Schritt nach dem anderen. Schön, dass dich meine Geschichten ermutigen – so soll es ja sein.

      Liebe Grüße
      Anna

  2. Margaretha Schedler sagte:

    Liebe Anna,
    eigentlich mag ich das Wort „kämpfen“ nicht. Es fühlt sich immer nach noch mehr MÜSSEN an. Dranbleiben, eines Deiner Lieblingsworte, trifft mein Herz und meinen Verstand.
    Selbständig sein ist kein Honigschlecken, obwohl es manchmal süß schmeckt. Es ist eine Lebensreise und dafür wünsche ich Dir das Allerbeste und stets gute Reisebegleiter. Gerne bin ich dabei.
    Wieder einmal hast Du einen allumfassenden Blogartikel geschrieben, eben mit Herz und Verstand!
    Liebe Grüße
    Margaretha

    Antworten
    • Anna Koschinski sagte:

      Liebe Margaretha,
      vielleicht muss ich meinen Claim ändern? „Anna Koschinski – Texte mit Herz und Verstand“? Deinen Einwand zu dem Impuls habe ich auch von anderer Seite gehört, aber ich glaube so ganz ohne Kämpfe geht es eben nicht. Aber heben wir uns doch unsere Energie auf für die Kämpfe, die sich wirklich lohnen. Denn wenn wir durch die hindurchgegangen sind, dann können wir dreifach stolz sein. Ich bin es – jeden Tag, wenn ein neues Feedback kommt, wenn ich merke: Es hat sich sowas von gelohnt. Ich bewege etwas. Das ist ein großes Privileg.
      Danke, dass du eine meiner Begleiterinnen bist
      Anna

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