Flow, Schreibflow, besser schreiben, produktiv bloggen

Über den Flow #10minBlog

„Ich kann gerade nicht schreiben“, sagt mein Mentee. „Mir geht es…“ Und dann kommt wahlweise zu gut, zu schlecht, zu unruhig, zu wuselig. Zu viel um die Ohren, zu viel Druck, zu wenig Druck, zu viele Unsicherheiten, zu viel Angst. Und das Ergebnis? Er schreibt nicht. So viele Leute da draußen schreiben nicht. Weil da zu viel oder zu wenig ist. Zu gut oder zu schlecht. Und dann sagen sie „Schreiben ist soooooo anstrengend!“ – Keine Spur von Flow.

Dass sich aber nicht schreiben und schreiben ist anstrengend bedingen, verstehen sie nicht. Ich kann nicht in den Schreibflow kommen, wenn ich nicht schreibe. Wie soll denn mein Text fließen, wenn ich mit dem Gedanken an eine große Anstrengung ans Schreiben oder Bloggen gehe? Der Schreib-Flow fängt an mit Schreiben. Ohne geht es nicht.

Flow – Was ist das?

Stell dir eine Situation vor, in der du so sehr in deiner Aufgabe versinkst, dass du alles um dich herum vergisst. Nein, das ist keine Idee aus irgendwelchen Filmen – ich bin mir sicher, du hast das schon mal erlebt. Bei mir kommt es immer dann, wenn ich aus der „es-ist-anstrengend“-Denke herausgehe. Wenn ich einfach mache, dranbleibe, einen Schritt nach dem anderen.

Das war so, als ich einige meiner liebsten Texte verfasst habe. Persönliche, tolle, lange Texte. Ich habe einfach geschrieben. Und als ich auf die Uhr schaute, war der Tag so gut wie rum. Nichts gegessen, nicht viel getrunken, keine Pausen. Brauchte ich alles nicht. Ich brauchte nur meine Aufgabe.

Oder als ich innerhalb weniger Stunden für einen Bekannten eine Website zusammenbaute. Einfach so, weil er die Seite brauchte. Ich baute, schob Bilder hin und her, schrieb Texte. Und als ich fertig war, war die Seite toll und ich war voller Energie. Nicht „leergeschrieben“ oder „müde“ oder gar „erschöpft“. Nein, ich war gut drauf. Denn ich wusste, dass ich gerade etwas Tolles geschaffen hatte. Und ich hatte Spaß dabei.

Manchmal habe ich das Flow-Erlebnis auch, wenn ich mit Junior spiele. Nicht, wenn wir Spiele spielen. Sondern dann, wenn wir einfach nur spielen. Irgendetwas, ohne Regeln oder Vorgaben. Wir sitzen auf dem Boden und spielen. Und wenn es dunkel wird, merken wir, dass wir das Mittagsessen verpasst haben.

Das ist das Geheimnis: Für den Flow brauchen wir nicht viel, nur das Tun und den Spaß. Wenn diese beiden Dinge zusammenkommen, ist die Chance auf ein Flow-Erlebnis groß. Nur: Wie stelle ich diese Situation jetzt her?

Der Zauber liegt im Anfangen.

Du willst einen Schreib-Flow? Dann schreib. Wie, ist egal. Aber schreib. Über ein Thema, das dir Freude macht. Für Leser, die du magst. Für einen Austausch, der dich weiterbringt. Und auch für dich – weil du einen tollen Text produzierst. Fang einfach an. Denn nur durch regelmäßiges Schreiben wird Schreiben zu einer großartigen Sache. Wenn du jedes Mal zwei Wochen Pause machst zwischen deinen Blogartikeln, dann bleibt es mühselig. Aber wenn du einfach schreibst über deine Themen, dann ist es bald nicht mehr schwer. Und das ist die Voraussetzung zum Flow.

Wann war dein schönstes Flow-Erlebnis? Erzähl mir im Kommentar davon!

 
4 Kommentare
  1. Margaretha Schedler sagte:

    Ja, liebe Anna, einfach anfangen zu schreiben, das habe ich von Dir gelernt und bin so unsagbar glücklich darüber. Ich liebe meinen „Schreibflow“ und bin immer stolz auf mich, wenn ich wieder einen Artikel auf meinen Blog stellen kann. Ohne Dich, hätte ich mich das nie getraut.
    Wie gut, dass Du darüber einen Beitrag geschrieben hast.

    Antworten
    • Anna Koschinski sagte:

      Und wir sind und doch wohl darüber einig, dass das ein großer Verlust gewesen wäre! Du hast so viele tolle Geschichten zu erzählen – die müssen in die Welt!

      Danke für deinen immerwährenden Support hier und überall.
      Anna

  2. Valerie sagte:

    Liebe Anna,

    in den Flow komme ich auch, wie du beschreibst, wenn ich anfange und Schritt für Schritt weitermache. In besonderen Flow komme ich, wenn ich einen Text einfach runterschreiben kann, ohne Vorschriften und über „meine“ Themen.

    Ich lese deine Artikel sehr gerne und nehme immer was mit. Danke!

    Grüße
    Valerie

    Antworten
    • Anna Koschinski sagte:

      Liebe Valerie,
      danke für dein Feedback und Lob. Ja genau, wenn wir „einfach runterschreiben“ – das geht, wenn wir Lust auf das Thema haben und sicher sind im Schreiben. Daher empfehle ich ja immer, das regelmäßig zu machen. So wird es immer schöner 😉

      Grüße
      Anna

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.