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Blog aufbauen mit wenig Zeit Teil 5: Deine Zeiten und Routinen

Du hast bestimmt schon viele Tipps gelesen, dass Routine ALLES ist beim Bloggen. Und ja, auch ich plädiere immer wieder dafür, regelmäßig zu schreiben. Weil Dranbleiben dafür sorgt, dass du besser und flüssiger schreibst, dass du sicherer wirst und vor allem, dass du dich nicht immer wieder umständlich in dein Schreiben reinwurschteln musst. Aber: Es kann sein, dass du nicht der Typ bist für feste Routinen. Und dann kann dir ein solcher Hinweis einfach nicht helfen, die für dich passenden Abläufe beim Bloggen zu finden. Wie du auch mit straffem Terminkalender Zeit zum Bloggen finden kannst, erfährst  du hier.

Lies auch rein in die anderen Teile der Artikelserie:
In Teil 1 findest du Informationen, was du für deinen Blogstart wirklich brauchst.
Teil 2 dreht sich darum, was gute Ziele beim Aufbau eines Blogs sind.
Teil 3 erklärt, wie du die richtigen Themen für deinen Blog findest, , wenn du nur wenig Zeit hast.
Und in Teil 4 geht es um gute Formate für gestresste Blogger.

 

Zeit zum Bloggen finden: Schritt 1

Der erste Ansatz für produktive Schreibrhythmen ist Ehrlichkeit. Wie lange brauchst du für einen Artikel beziehungsweise wie lange gibst du dir dafür? Es nützt nichts, wenn du dir vornimmst, dass du dreimal in der Woche schreiben willst, aber jedesmal etwas dazwischenkommt.

Es nützt auch nichts, wenn du dir jeden Tag eine halbe Stunde freischaufelst, diese Zeit aber verbrauchst, um ins Schreiben reinzukommen. Und wenn du dann endlich drin bist, ist die eingeplante Zeit schon wieder rum.

 

Mach dir Gedanken über dein Schreiben

Daher: Sei ehrlich! Du kannst die Zeit zum Bloggen finden, wenn du es wirklich willst. Aber das passiert nicht von allein. Du musst dir erst über dein Schreiben Gedanken machen. Frag dich also: 

  • Wie viel Zeit hast du eigentlich? Und damit meine ich eben nicht, dass du das Schreiben in eine übriggebliebene Viertelstunde quetschst, sondern wirklich ausreichend große Zeitblöcke für deinen Blog reservierst.
  • Wie viel Zeit brauchst du für einen Artikel? Denk genau nach. Du hast nicht viel Zeit und arbeitest jetzt natürlich mit leichten Themen und Formaten – aber wie lange brauchst du de facto? Fürs Reinkommen und Schreiben, für die Bildersuche, fürs Editieren und für die Bearbeitung der Metadaten und den ganzen Rest? 
  • Wie viel Zeit willst du dir wirklich geben? Setzt du dir ein Zeitlimit? Nach dem Parkinson’schen Gesetz brauchst du für eine Aufgabe genau so lange, wie du ihr gibst!
  • Wie passen deine Zeiten zu deinem Redaktionsplan oder zu deinem Veröffentlichungs-Rhythmus? Hast du feste Zeiten, zu denen du veröffentlichen willst? Passen deine Zeiten auch wirklich dazu? Denn wenn nicht, setzt du dich bereits an diesem Punkt deiner Überlegungen unter Druck.

Daher sei ehrlich zu dir und bleib realistisch. Du musst deine Artikel nicht an einem Stück schreiben, es geht auch in Etappen. Wenn du Artikel in unter einer Stunde schreiben kannst, dann ist das cool. Vielleicht ist das aber nicht dein Ding, dann brauchst du eine andere Methode. Du kannst auch produktiv bloggen, indem du deinen Text in kleineren Intervallen entwickelst.

 

Zeit zum Bloggen finden: Schritt 2

Schneller ins Schreiben kommen bedeutet, dass du mehr Zeit zum produktiven Schreiben hast. Das geht zum Beispiel, indem du dir mehr Verbindlichkeit und Routine schaffst (ja, jetzt kommt sie doch, die Routine).

Du kannst dein Gehirn auf Bloggen einstellen, indem du das Schreiben mit anderen Tätigkeiten verknüpfst. Das funktioniert wie bei allen anderen Routinen auch. Koppelst du die neue Routine an eine bereits bewährte, dann wird sie sich besser etablieren.

Du willst deine Armmuskeln trainieren? Mach es direkt am Morgen, nachdem du den Knopf der Kaffeemaschine gedrückt hast. So habe ich damit angefangen. Liegestütze sind also integriert in meine „Das-liebe-ich-am-meisten-jeden-Morgen“-Tätigkeit. Hinterher schmeckt der Kaffee dann umso besser.

Du kannst es auch sehr viel simpler und weniger anstrengend gestalten: Eine meiner Lieblings-Kolleginnen richtet sich ihre Umgebung vor dem Schreiben immer besonders schön her. Sie lüftet die Räume durch, kocht sich Tee, räumt ihren Schreib-Platz auf, legt sich ihre Schreib-Materialien zurecht, gießt sich dann eine Tasse Tee ein und ist sofort bereit, loszulegen. Denn der Kopf stellt sich schon während des Rituals darauf ein, dass gleich Schreiben auf dem Plan steht.

Zusätzlich zum Ritual kannst du mit kreativen Schreibtechniken schneller ins Schreiben kommen.

 

Zeit zum Bloggen finden: Schritt 3

Jetzt geht es ans Dranbleiben. Das ist eines der größten Probleme überhaupt für Blogger. Und gerade wenn du wenig Zeit hast, musst du dir selbst Verbindlichkeit schaffen. Denn sonst ist es wirklich sehr leicht, den Blog hinten runter fallen zu lassen.

Kann man auch temporär machen, das hält er aus. Blöd ist nur, dass es bei längeren Pausen immer schwieriger wird, wieder anzufangen. Dann wird der Blog immer mehr zu einem „Ich-müsste-mal-wieder“-Projekt. Und das bedeutet oft, dass Blogger einfach aufgeben.

Also: Verbindlichkeit. Deinem Blog gegenüber (hier ist es wichtig, realistische und starke Ziele zu haben) und vor allem auch Verbindlichkeit in den Zeiten. Denn auch hier wieder: Es nützt dir nichts, wenn du dir ganz viele Zeitfenster blockst, um an deinem Blog zu arbeiten, wenn dir dann doch immer wieder etwas dazwischenkommt. Es geht um Prioritäten.

Wie schaffst du es nun, deinem Blog Priorität zu geben? Sieh die Schreibzeit nicht als Pflichttermin, sondern nimm deine eigenen Termine ernst. Nimm sie so ernst wie du es auch mit anderen Terminen tust. Einem Kunden oder Geschäftspartner würdest du auch nicht einfach absagen, weil du merkst, dass du gerade ziemlich müde bist. Sei verbindlich und block die Termine so, dass du sie auch wirklich wahrnehmen kannst.

Schaff eine schöne Atmosphäre, mach deine Schreibzeiten zu etwas Besonderem. Mach Dates mit deinem Blog. Ein Date wie mit deinem Partner oder deiner Partnerin. Den oder die würdest du ja auch nicht versetzen, bloß weils ein harter Tag war, oder? 

 

Wie viel Planung ist nötig?

Die Frage, die mir meine Coachees immer wieder stellen, ist: Wie weit soll ich denn nun im Voraus planen? Und das ist mal wieder so eine Frage, die ich nicht beantworten kann. Es kommt darauf an. Darauf, wie planbar dein Leben ist und darauf, wie viel Planer in dir steckt. Ob dir Planung Sicherheit gibt oder ob dich zu viele Termine stressen.

Gerade wenn dein Alltag wuselig ist und du nicht viel Zeit hast, empfehle ich immer, keine festen Dates nach Stundenplan zu machen. Wenn du gerade nicht gut planen kannst, wenn jeder Tag anders ist und wenn du gar nicht gut abschätzen kannst, wie die Welt in zwei Wochen überhaupt aussieht, dann plane nicht zu weit voraus. Denn das macht Stress.

In solchen Fällen kann es gut klappen, wenn du dir die Verbindlichkeit setzt, indem du von Date zu Date planst. Das ist dann so ähnlich wie mit Kunden und Coachees: Am Ende des Termins setzt du den nächsten. Dann weißt du, wann es weitergeht und kannst auch individuelle und aktuelle Situationen einplanen.

Du hast eine total volle Woche vor dir? Dann planst du dein nächstes Date eben Samstagmorgen nach dem ersten Kaffee. Oder aber du merkst nach dem Schreiben, dass du gut im Flow bist? Dann leg das neue Date auf einen der nächsten Tage und freu dich darauf, dass es bald weitergeht. Eine solche Planung gibt dir Flexibilität UND Verbindlichkeit.

 

Wie legst du deine Schreibzeiten fest? Und hast du noch gute Tipps, die dich dranbleiben lassen? Schreib mir doch einen Kommentar und wir sammeln hier die besten Strategien!

 


2 Kommentare
  1. Thinh-Lay Wonesky sagte:

    Liebe Anna
    Deine 5 Tipps in dieser Artikelserie sowie unser Strategiegespräch haben mir wirklich sehr weitergeholfen, wieder produktiver und mit weniger Eigendruck zu bloggen. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit dir und möchte dir einfach auch nochmals auf diesem Weg sagen: Danke, danke, danke 🙂

    Antworten
    • Anna Koschinski sagte:

      Liebe Thinh-Lay,
      das ist einfach wundervoll! Ich freu mich immer so, wenn meine Hinweise die richtigen Menschen treffen. Denn Produktivität ist so individuell und wir erleben uns alle anders, was dieses Thema angeht. Und doch helfe ich mit meiner Sicht auf Bloggen und Schreiben dabei, neue Zugänge zu erschaffen – zum Prozess und auch zu den nötigen Ressourcen. Schön, dass es bei dir so gut funktioniert 🙂

      Danke dir für dein Feedback und schön, dass wir uns über den Weg gelaufen sind!

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